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Mittwoch, 14. März 2012

EHEC – Das Gürkchen Bakterium Teil II

Wer erinnert sich an vergangenes Jahr, als alles was gesund war verboten wurde? Allen voran die Gurken, gefolgt von Erdbeeren und Sprossen. Grund war das sogenannte EHEC (EnteroHämorrhagische Escheria Coli). Die Krankheit, die hauptsächlich nur Deutschland betraf, jedoch ursprünglich aus Brasilien kam, verschaffte den Gurken ein ganz schön schlechtes Image. Man merkt: ich mag Gurken. Letzten Frühsommer brach die große Angstwelle aus: EHEC bedroht Deutschland. Die Bakterien, welches den Stuhlgang ordentlich fördert, führte bei einigen Menschen zum Tode. Die Medien sprachen sogar schon von einer neuen Form der Pest. Allen Befürchtungen zum Trotz, passierte, was immer passiert: nüscht. Das Thema wurde nur von den Medien gepusht.


Jetzt gibt es jedoch Neues aus der Medizin bezüglich dieses EHEC. Ein Lübecker Arzt soll im letzten Jahr 22 Patienten, die an EHEC erkrankt waren, mittels Azithromycin behandelt haben. Nach 28 Behandlungstagen ließen sich nur bei einem Patienten noch EHEC Bakterin im Stuhlgang nachweisen. Anscheinend half das Antibiotikum Azithromycin die bakterielle Erkrankung effektiv zu bekämpfen.

Sollte nun also in diesem Jahr wieder Gurken, Sprossen oder anderes Obst aufgrund von EHEC verboten werden, greifen wir einfach zu Azithromycin. Her mit den Azithromycin - Kein Verzicht auf Gurken in diesem Jahr bitte.

Mittwoch, 29. Februar 2012

Das Ende der Schokolade ...

Schokolade – Wer mag sie nicht? Studien sagen: 9 von 10 Personen sind dem süßen Geschmack der Schokolade verfallen. Manche bezeichnen sich selbst sogar als süchtig. Und auch schon in Zeiten von Goethe galt: „Wenn ich deine Gunst nur haben, so ist kein Täfelchen zu klein.“ Doch leider nun die erschreckende Nachricht: Die Schokolade, bzw. der Kakaobaum, steckt in einer Krise … 

Der Kakaobaum wächst in seinem natürlichen Umfeld im Unterholz von tropischen Wäldern. Jedoch haben es sich weltweit circa 5-6 Millionen Bauern zur Aufgabe gemacht, Kakao anzupflanzen und damit ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Der Hauptlieferant ist dabei Afrika (Ghana, Nigeria, Kamerun und die Elfenbeinküste). Der Rattenschwanz schlängelt sich weiter zu ungefähr 40 bis 50 Millionen Arbeitern, die an der Produktion von Schokolade in viereckiger Form, wie wir sie kennen, beteiligt sind. Zwar sind die Arbeitsumstände meist eher menschenunwürdig. Da schweift so ein bisschen das Bild von Charly’s Schokoladenfabrik in den Hintergrund. Jedoch wäre das Ausmaß undenkbar, würde der Schoko-Markt einfallen oder gar komplett wegbrechen.



Doch warum steckt der Kakaobaum eigentlich in einer Krise?

Durch die künstliche Agrarwirtschaft durch Bauern leidet der Kakaobaum oftmals unter zu viel Sonneneinstrahlung von oben und zu starker Bewässerung von unten. Beide Faktoren machen den Baum anfällig für Krankheiten. Besonders Pest- und Pilzinfektionen haben es auf den Kakaolieferanten abgesehen. Dabei unterscheidet sich die Erkrankung je nach Herkunftsland:

  • Südamerika: Hier befällt Schwarzfäule und die Hexenbesenkrankheit den Baum.
  • Asien: Die Kakaomotte nistet sich direkt in die Früchte ein.
  • Afrika: Der Cacao-swollen-shoot-Virus greift junge Triebe an und führt über Dauer zum Absterben des gesamten Baums.
Klar könnten die Bauern mit Pestiziden gegen die Schädlinge vorgehen. Doch erstens sind Pestizide teuer, zweitens sollte in Zeiten des ökologischen Denkens auf die schweren Chemikalien verzichtet werden und drittens sind bereits viel zu viele Erreger resistent gegen die Giftstoffe.

Doch es gibt Hoffnung für uns Schokoladenjunkies:

Forscher des Unternehmens Mars haben bereits 2010 das Kakaogenom entschlüsselt. Durch die Veröffentlichung dieser genetischen Erbgutstruktur besteht die Möglichkeit den Kakaobaum zu retten. Ähnlich wie bereits die Genforschung in den Mais-, Reis- und Weizenanbau eingreift, soll auch bald die Schokolade angepflanzt werden. Züchtern aus Costa Rica ist es bereits gelungen, einen gegen Hexenbein resistenten Baum zu züchten. Jedoch fällt bei einem solchen Kakaobaum die Ernte wesentlich schmäler aus. Daher heißt es nun: Mendel spielen und die richtige Gene miteinander vermischen, so dass eine ernteträchtiger, krankheitsresistenter Kakaobaum die Schokoladenversorgung sichert….

Die neukombinierten Gene können auch zu einer Verbesserung bzw. Verfeinerung des Geschmacks beitragen. Da wir ja seit der neusten Studie des British Medicine Journal wissen, dass Schokolade gesund ist, können all diese positiven Eigenschaften in einer Pflanze vereint werden. Als gesund wird Schokolade deshalb eingestuft, da die in Schokolade enthaltene Flavonoide das Infarkt- und Herzkreislauferkrankungsrisiko um 37% senkt. Ich sehe schon: die Schokolade ist gerettet….

Bleibt ja dann nur noch die ethische Frage bezüglich Genmanipulation in Lebensmitteln zu klären ….

Montag, 6. Februar 2012

Schweigen ist Gold – vergessen ist besser

Ein Forscher-Team aus Belgien, Dänemark und den USA hat eine neue Studie veröffentlicht, die sich damit beschäftigt, wie wir und unser Körper Erinnerungen verarbeiten und wie sich das darüber Reden oder Totschweigen tatsächlich auswirkt. Dabei kam heraus, dass sich Ereignisse, die wir gerne auf ewig vergessen würden, nur dann auch tatsächlich aus dem Gedächtnis löschen lassen, wenn wir über den Kontext reden, das Ereignis jedoch verschweigen. Hm, was heißt das denn nun genau? 

Ganz einfach: Nehmen wir einmal an am Wochenende hat der Kumpel eines Freundes dessen Cousin seiner Schwester, wir nennen ihn Paul, eine wilde Party gefeiert. Am späten Sonntagmorgen erwachte Paul nicht nur mit einem schrecklichen Kater, sondern auch neben einer fremden Unbekannten. Passiert. Ein kurzer Blick auf die Unbekannt lässt Paul wünschen vergangene Nacht hätte es nie gegeben. Um tatsächlich das Vorgefallene zu vergessen empfiehlt es sich nun nicht überhaupt nicht über das Wochenende zu sprechen. Ganz im Gegenteil, Paul sollte unbedingt seinen Freunden von der Party und seinen Wochenendaktivitäten berichten, die Tatsache seinen One-Night-Stands jedoch gekonnt verschweigen.

So einfach funktioniert das mit dem Vergessen. Wäre das nicht praktisch, wenn die Forscher tatsächlich mit dieser Annahme Recht hätten …. ?

Freitag, 3. Februar 2012

Weltkrebstag 2012

Morgen am 4. Februar ist Weltkrebstag. Ein Tag, der das öffentliche Bewusstsein auf die Vorbeugung, Behandlung und Forschung von Krebserkrankungen richten soll. Seit 2006 wiederholt sich der Weltkrebstag jährlich zum 4. Februar. Und die News und Nachrichten helfen dabei die Aufmerksamkeit auf dieses Thema zu lenken. Momentan häufen sich Berichterstattungen über das Thema Krebs… Endlich mal löblich!



Die neuste Erkenntnis über das Phänomen Krebs kommt aus Heidelberg. Forscher des Deutschen Krebsforschungzentrum (DKFZ) haben einen Zusammenhang von Krebserkrankungen und Übergewicht festgestellt. Demnach steigt das Erkrankungsrisiko bei Übergewicht auf Darmkrebs, Brustkrebs sowie Speiseröhrenkrebs und Krebs in der Gebärmutterschleimhaut. Schätzungsweise die Hälfte aller Fälle von Gebärmutterschleimhautkrebs geht auf Übergewicht zurück.
Das DKFZ weist jedoch auch darauf hin, dass das Übergewicht nicht auf den ermittelten Wert des Body-Mass-Index (BMI) zurück geht, sondern eine spezielle Form von Fett eine gefährliche Rolle spielt.

Meiner Meinung nach, ist das ein weiterer Schritt Richtung Krebsheilung. Bislang sind die Ursachen von Krebs nur Spekulationen und Krebs kann eigentlich jeden treffen. Weiß man jetzt jedoch, worauf man mehr achten sollte, so kann einer Erkrankung gut und einfach vorgebeugt werden – wäre das nicht fantastisch?!

Denkste. Seit langem gilt Rauchen auch als bekanntes Risiko einer Krebserkrankung. Das hält aber die meisten Raucher nicht davon ab, genüsslich am Glimmstängel zu ziehen .. Wären wir Menschen so einfach gestrickt, dass wir befolgen würden, was gut für uns ist, hätten wir glaube ich, schon lange wieder die Umwelt und das Leben in einen friedlichen Einklang gebracht.

Krebs ist eine schreckliche Krankheit. Der morgige Tag steht ganz in diesem Sinne. Deshalb möchte ich hier einmal das Lob an all die Forscher. Gute Arbeit! Und viel Erfolg an all die Kämpferinnen und Kämpfer! Gesundheit ist ein Luxus, den nur wenige zu schätzen wissen…