Die Europäische Union zieht zum Ende des Jahres den Werbetreibenden einen Strich durch die Rechnung. Gesundheitsbezogene Slogans (Health Claims) stehen nun auf dem Prüfstand. So wird jedes einzelne dieser sogenannten Functional Food (mit gesundheitlichem Mehrwert) genauster Prüfungen unterzogen.
Ich erinnere mich noch ganz genau an eine Folge Frauentausch - aka Erdbeerkäse - in dem doch die Gutste meinte, Kinderschokolade sei gesund, ist ja schließlich Milch drin. Der normale Menschenverstand legt sich vor Fremdscham nieder. Doch das schlimmste daran ist, dass die Frau einfach nur den Versprechungen glaubt, die aus der Werbung für dieses Produkt entnommen werden.
Das hat auch die EU bereits im Sommer erkannt. Heute, am 14. Dezember 2012 läuft die sechsmonatige Übergangsfrist aus. Die Health Claims, welche abgelehnt wurden, dürfen ab heute nicht mehr auf den Produkten oder Verpackungen abgebildet sein. Ob sich die Hersteller wirklich daran halten, muss jedes EU-Mitglied selbst überprüfen. Insgesamt wurden mehr als 1.000 Slogans abgelehnt. Prüfungsorgan ist die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (Efsa).
Verbotene Versprechungen sind beispielsweise:
Slogans, die zugelassen wurden, befassen sich meist mit Vitaminen oder Mineralstoffen. Voraussetzung für einen Health Claim ist, dass die von der Efsa definierten Vorgaben eingehalten werden müssen. So muss eine bestimmte Menge des beworbenen Inhaltsstoffs im Produkt vorhanden sein. So müssen beispielsweise Vitamine und Mineralstoffe 15% des Tagesbedarf decken.
Besonders im Licht der Öffentlichkeit standen in den letzten Jahren die Cholesterinsenker. Dessen Slogans wurden größtenteils zugelassen. Dagegen haben es jedoch Schokolade und Milchprodukte schwer. Diese Slogans seien oft irreführend (man erinnere sich an mein Beispiel der jungen Dame im TV bei Frauentausch). Es brechen daher vor allem für die Werbeindustrie gute Zeiten an. Texter spitzt eure Stifte, die Lebensmittelhersteller sind auf der Suche nach kreativen Slogans, welche laut Efsa erlaubt werden...
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Freitag, 14. Dezember 2012
Mittwoch, 21. März 2012
Sündhafter Online-Shop...
Einen großen Dank an die W&V, die mir heute Morgen den Weg zur Arbeit versüßt hat. Heute folgt ein etwas unmoralischer Eintrag. Aber ich finde, das passt ebenfalls sehr gut zum allumfassenden Thema Gesundheit ;) Und die Schlagzeile sprang mir direkt ins Gesicht: Sündhaft guter Sex - US-Onlineshop sorgt für christliche Ehehygiene…
Laut dem Online-Shop Covenant Spice gehen nun in den USA das Christentum und Sex zusammen. Diese Aussage ist zwar noch nicht ganz von dem Vatikan genehmigt, dennoch schießen die Verkaufszahlen des Erotikshops in die Höhe. Der Online-Shop verkauft Sex Toys an christliche Ehepaare, die gerne mehr Schwung und Experimentierfreude in ihr Liebesleben bringen möchten. Dabei werden Singles, Schwule und Lesben knallhart ausgeschlossen und ein Verkauf wird verweigert. Ganz oben in der Unternehmensphilosophie ist das „Teamplay“ angeführt. So sind sämtliche Produkte für die christlichen Paare ausgerichtet und es gilt: gottesgefällig muss es sein.
Nicht gewusst
Der Online-Shop ist nicht der einzige Erotikshop, der sich auf die Religion bezieht.. Für jüdische Paare gibt es bereits den Online-Shop koshertoys.net. Auf der Seite können sich die jüdischen Ehepaare koscheres Sexspielzeug bestellen. Auch für die muslimischen Ehepaare gibt es bereits eine Webseite (El Asira).
Dann fehlt ja nur noch ein Shop für Deutschland. Aber ganz ehrlich: Würde der Online-Shop auf christlicher Basis wirklich gegen Beate Uhse angkommen? Was meint ihr?
Laut dem Online-Shop Covenant Spice gehen nun in den USA das Christentum und Sex zusammen. Diese Aussage ist zwar noch nicht ganz von dem Vatikan genehmigt, dennoch schießen die Verkaufszahlen des Erotikshops in die Höhe. Der Online-Shop verkauft Sex Toys an christliche Ehepaare, die gerne mehr Schwung und Experimentierfreude in ihr Liebesleben bringen möchten. Dabei werden Singles, Schwule und Lesben knallhart ausgeschlossen und ein Verkauf wird verweigert. Ganz oben in der Unternehmensphilosophie ist das „Teamplay“ angeführt. So sind sämtliche Produkte für die christlichen Paare ausgerichtet und es gilt: gottesgefällig muss es sein.
Nicht gewusst
Der Online-Shop ist nicht der einzige Erotikshop, der sich auf die Religion bezieht.. Für jüdische Paare gibt es bereits den Online-Shop koshertoys.net. Auf der Seite können sich die jüdischen Ehepaare koscheres Sexspielzeug bestellen. Auch für die muslimischen Ehepaare gibt es bereits eine Webseite (El Asira).
Dann fehlt ja nur noch ein Shop für Deutschland. Aber ganz ehrlich: Würde der Online-Shop auf christlicher Basis wirklich gegen Beate Uhse angkommen? Was meint ihr?
Freitag, 24. Februar 2012
Multitasking-Talent: Doktor Oberarzt twittert die Op
Aus dem OP eines US-Krankhauses zwitscherten die Ärzte – während der OP eines 57-Jährigen Patienten am offenen Herzen. Die ganze Welt konnte eben diesen blutigen Eingriff auf Twitter verfolgen. Das ganze Spektakel war jedoch äußerst blutig und erforderte eine robusten Magen.
So lautete auch die vorhergehende Warnung: „Vorsicht! User brauchen einen robusten Magen für nachfolgende Bilder!“. Wie kamen diese Bilder denn zustande? Ganz einfach. Der operierende Arzt trug eine Helmkamera (ich stell mir das vor, wie ein Arzt mit Bungee-Jumping Kostüm…) und übertrug so die aufgenommenen Bilder direkt ins World Wide Web. Insgesamt wurden über 100 Tweets aus dem Krankenhaus während der OP getwittert…
Die spinnen doch die Amis!
Seit 2009 bieten manche Krankenhäuser diesen Service an – selbstverständlich mit Einverständniserklärung des Patienten. Doch was bewegt einen denn dazu sein Inneres der gesamten Welt zu präsentieren. Und was bewegt einen überhaupt dazu diese Bilder zu verfolgen. Gut, für Medizinstudenten kann sich das ja als spannend erweisen… Aber diese könnten das auch über eine separate Plattform anschauen und nicht über das Massenmedium Twitter.
Mal ganz ehrlich: Wer würde denn eine stundenlange OP freiwillig verfolgen? Fiebert man etwa mit, ob alles gut geht (ähnlich wie beim Fußball)? Mir leuchtet dieses Angebot der amerikanischen Kliniken nicht so ganz ein. Jedoch einen Vorteil erbringt es doch tatsächlich: Die Medien sind voll damit. Als Marketingstrategie – Hut ab. Ethisch gesehen – nicht unbedingt meins…
So lautete auch die vorhergehende Warnung: „Vorsicht! User brauchen einen robusten Magen für nachfolgende Bilder!“. Wie kamen diese Bilder denn zustande? Ganz einfach. Der operierende Arzt trug eine Helmkamera (ich stell mir das vor, wie ein Arzt mit Bungee-Jumping Kostüm…) und übertrug so die aufgenommenen Bilder direkt ins World Wide Web. Insgesamt wurden über 100 Tweets aus dem Krankenhaus während der OP getwittert…
Die spinnen doch die Amis!
Seit 2009 bieten manche Krankenhäuser diesen Service an – selbstverständlich mit Einverständniserklärung des Patienten. Doch was bewegt einen denn dazu sein Inneres der gesamten Welt zu präsentieren. Und was bewegt einen überhaupt dazu diese Bilder zu verfolgen. Gut, für Medizinstudenten kann sich das ja als spannend erweisen… Aber diese könnten das auch über eine separate Plattform anschauen und nicht über das Massenmedium Twitter.
Mal ganz ehrlich: Wer würde denn eine stundenlange OP freiwillig verfolgen? Fiebert man etwa mit, ob alles gut geht (ähnlich wie beim Fußball)? Mir leuchtet dieses Angebot der amerikanischen Kliniken nicht so ganz ein. Jedoch einen Vorteil erbringt es doch tatsächlich: Die Medien sind voll damit. Als Marketingstrategie – Hut ab. Ethisch gesehen – nicht unbedingt meins…
Donnerstag, 9. Februar 2012
Verbannt! Brutale Kondomwerbung
Kondome sind top – oder etwa nicht?! Jede Befürwortung von Kondomen ist doch eigentlich sehr lobenswert. Jedoch hat diese Gutmüdigkeit ein Werbefilm auf die Spitze getrieben.
Kondome haben eigentlich den Nutzen vor Geschlechtskrankheiten und vor einer ungewollten Schwangerschaft zu schützen. Da es bereits viele Empfängnisverhütende Mittel gibt, werden Kondome oftmals mit der Tatsache beworben, dass diese das einzige Schutzmittel gegen Geschlechtskrankheiten sind. Jeder kennt die Kampagne „Mach’s mit“.
Die schlimmste Geschlechtskrankheit, die oftmals als Träger der Werbebotschaft fungiert, ist Aids. Dennoch gibt es auch weitere sexuell übertragbare Infektionen, die unbehandelt zu ernsthaften Komplikationen führen können. Beispiele für solche Geschlechtskrankheiten sind Chlamydien, Tripper oder Genitalherpes. Zwar steigt die Popularität der Kondome, dennoch wächst auch die Zahl der Erkrankungen stetig. Eigentlich sollten wir’s doch besser wissen oder nicht?
Geschlechtskrankheiten sind oftmals peinlich und niemand spricht wirklich gerne über eine solche Infektion. Wer dieser Peinlichkeit entgehen möchte, sollte vor dem Sex öfters mal zum Kondom greifen…
Ganz im Gegensatz zu den bisherigen Kondom-Kampagnen, beruft sich nun der Werbespot auf die Verhütung. Ein völlig neues Konzept? Ursprünglich wurde der Spot produziert, um vergangenen Sonntag während dem Superbowl zu laufen. Die Werbung wurde jedoch verbannt mit der Begründung: zu brutal!
Warum? Seht selbst ……
Kondome haben eigentlich den Nutzen vor Geschlechtskrankheiten und vor einer ungewollten Schwangerschaft zu schützen. Da es bereits viele Empfängnisverhütende Mittel gibt, werden Kondome oftmals mit der Tatsache beworben, dass diese das einzige Schutzmittel gegen Geschlechtskrankheiten sind. Jeder kennt die Kampagne „Mach’s mit“.
Die schlimmste Geschlechtskrankheit, die oftmals als Träger der Werbebotschaft fungiert, ist Aids. Dennoch gibt es auch weitere sexuell übertragbare Infektionen, die unbehandelt zu ernsthaften Komplikationen führen können. Beispiele für solche Geschlechtskrankheiten sind Chlamydien, Tripper oder Genitalherpes. Zwar steigt die Popularität der Kondome, dennoch wächst auch die Zahl der Erkrankungen stetig. Eigentlich sollten wir’s doch besser wissen oder nicht?
Geschlechtskrankheiten sind oftmals peinlich und niemand spricht wirklich gerne über eine solche Infektion. Wer dieser Peinlichkeit entgehen möchte, sollte vor dem Sex öfters mal zum Kondom greifen…
Ganz im Gegensatz zu den bisherigen Kondom-Kampagnen, beruft sich nun der Werbespot auf die Verhütung. Ein völlig neues Konzept? Ursprünglich wurde der Spot produziert, um vergangenen Sonntag während dem Superbowl zu laufen. Die Werbung wurde jedoch verbannt mit der Begründung: zu brutal!
Warum? Seht selbst ……
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